Glaubensfragen
Antworten auf Fragen zum christlichen Glauben

Harte Herzen bringen wenige (Markus 6:49-52)

Wieso erleben wir so wenig mit Jesus? Mit dieser Frage werde ich immer wieder konfrontiert. Die Bibel gibt uns eine einfach, wenn auch unangenehme Antwort darauf: Das Erleben bzw. das Erkennen von Gottes Wirken hat etwas mit unserem Herzen zu tun! Weißt du, wie es um den Zustand deines Herzens bestellt ist? Kümmerst du dich überhaupt um dein Herz?

Der biblische Autor Markus beschreibt das Wunder, wie Jesus weit über 5000 Menschen zu Essen gibt (Mk6,30-44). Die Jünger von Jesus durften mit eigenen Augen sehen, wie die göttliche Kraft aus fünf Broten und zwei Fischen etliche Tonnen an Nahrungsmitteln fabrizierte. Wenige Stunden nach diesem Wunder fuhren die Jünger allein auf dem See Genezareth und kamen in einen Sturm. Um ihnen zur Hilfe zu kommen, lief Jesus dem Boot der Jünger kurzerhand auf dem Wasser entgegen. Da passierte es Ungewöhnliches:

„Als sie ihn aber auf dem See gehen sahen, meinten sie, es sei ein Gespenst, und schrien … sogleich redete er mit ihnen und sprach zu ihnen: Seid getrost, ich bin's; fürchtet euch nicht … Und sie erstaunten bei sich selbst über die Maßen und verwunderten sich. Denn sie waren nicht verständig geworden durch die Brote; denn ihr Herz war verhärtet. Markus 6:49-52

Gott spricht in seinem Wort unglaublich häufig darüber, dass Glauben eine Angelegenheit des Herzens ist (Rö10,10). Schon in den Sprüchen wird uns geraten, darauf zu achten, dass es unserem Herzen gut geht (Spr4,23). Wieso? Weil das Erleben und das Erkennen von Gottes Herrlichkeit und Macht mit dem Herzen wahrgenommen wird (Mt5,8). Die Jünger von Jesus sind das beste Beispiel für dieses Prinzip: Sie durften große Wunder mit eigenen Augen gesehen. Aber weil ihr Herz verhärtet war, hatten diese Wunder keine großen Auswirkungen auf ihren Glauben im Alltag (Mk6,52).

Was können wir tun, um offene, geistliche Augen (des Herzens) zu bekommen? Interessanterweise gibt uns die Bibel auch hier eine klare Antwort. Zum einen können wir konkret darum beten, dass der Heilige Geist unsere Herzen (wieder)belebt (Eph1,15-19). Als Zweites könnten wir begreifen, dass unsere Wahrnehmung, unser Verhalten und unser Glaube nicht vom Kopf, sondern vom Herzen gesteuert werden (Mt12,33-35).

Das, was du von Gott erkennen und im Alltag dann auch erleben kannst, hängt von dem ab, was dein HERZ HEUTE glaubt! Viele Christen denken, dass Jesus FRÜHER einmal Wunder getan hat. Aber ihr Herz zweifelt, dass dieselben Wunder HEUTE auch noch möglich sind. Das ist wie bei Jüngern, die eher an ein Gespenst geglaubt haben als an einen Jesus, der auf dem Wasser laufen kann. Denn, was dein Herz glaubt wirst du erleben!

Ich wünsche uns, dass wir von einem KOPFGLAUBEN zu einem HERZENSGLAUBN durchdringen können. Unser Herz ist lernfähig! Jeder von uns hat die Möglichkeit, sein Herz davon zu überzeugen, dass Jesus heute derselbe ist wie damals. Wir können unser Herz davon überzeugen, dass wir als Botschafter von Jesus HEUTE dieselbe Vollmacht haben wie die ersten Jünger von damals. Was dein Herz glaubt, beeinflusst, wie du HEUTE lebst. Was dein Herz glaubt, beeinflusst, was du HEUTE erlebst.